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Frischer Lesestoff für Schüler und Asylbewerber

Veröffentlicht am 20. Januar 2016
Spendenübergabe Melanchthongymnasium Bautzen

Spendenübergabe 2016: Je 1.000 Euro gingen an das PMG Bautzen und den Verein „Willkommen in Bautzen“.

Die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung unterstützt das Philipp-Melanchthon-Gymnasium Bautzen und den Verein Willkommen in Bautzen. Am 20. Januar 2016 übergab der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Uwe Koch,  zwei Spenden in Höhe von jeweils 1.000 Euro.

Das Melanchthon-Gymnasium wird die Mittel für die Neuanschaffung von Büchern für seine Schulbibliothek verwenden. Der Verein Willkommen in Bautzen
setzt sich für die Integration von Asylbewerbern ein und organisiert zum Beispiel Deutsch-Unterricht für Flüchtlinge. Die Spende von 1.000 Euro dient dem Kauf von Lehrmaterial für diesen Zweck.

Die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung wurde 2007 neu gegründet. Die Unterstützung der Bautzener Schulen ist seither ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. Für diesen stellten die Stiftung und ihre Partner bislang mehr als 8.000 Euro zur Verfügung. Gelder flossen unter anderem für:

  • die Organisation eines Bewerbungstrainings und die Anschaffung von Lehrmaterialien
    an der Abendoberschule Bautzen
  • die Einrichtung einer neuen Schulbibliothek für die Bautzener Mättig-Grundschule
  • die Neugestaltung des Außengeländes am Philipp-Melanchthon-Gymnasium Bautzen .

Zudem setzt die Stiftung 2016 ihr Programm zur Förderung junger Wissenschaftler fort und übergibt im September das Mättig-Stipendium. In den vergangenen Jahren ging die Fördersumme unter anderem an Absolventen und Doktoranten der Technischen Universität Dresden, der Karls-Universität Prag, der University of Oxford und des Sorbischen Instituts in Bautzen.

Die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung steht in der Tradition der historischen Mättig-Stiftung, die fast 300 Jahre lang Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz förderte.  Ihr Namensgeber ist der Bautzener Arzt und Ratsherr Gregorius Mättig (1585 – 1650). Geprägt von den Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges begründete Mättig  mehrere Stiftungen. Diese ermöglichten  mehr als 1.000 jungen Leuten ein Studium oder den Schulbesuch.

Unterstützt wird die Mättig-Stiftung von einem Freundeskreis. Der gemeinnützige Verein sammelt Spenden und organisiert Veranstaltungen. So nehmen die Mitglieder jährlich unter dem Motto „Mättig bittet zu Tisch“ am Tag des offenen Denkmals in Bautzen teil. Zum Spendenaufkommen trägt zudem die Bäckerinnung Bautzen mit dem Verkauf des Mättig-Brotes bei. Von jedem verkauften Stück kommen 30 Cent der Stiftung zugute.

Regelmäßige Förderer sind die Rotary- und Lions-Clubs der Oberlausitz sowie die Lions-Nachwuchsorganisation Leo Club Bautzen. Auch der Bautzener Landtagsabgeordnet Marko Schiemann bat im vergangenen Jahr anlässlich seines 60. Geburtstags um Spenden für die Stiftung.

 

Spannende Geschichtsstunde in Bautzen

Veröffentlicht am 22. Oktober 2014

Szene Theaterstück Mättig kommt zurückZu einer besonderen Geschichtsstunde lädt das Bautzener Theater am 26. Oktober 2014 ein. In der Maria-Martha-Kirche ist am Nachmittag das Stück „Gregor kommt zurück nach Hause“ zu sehen. Die einstündige Inszenierung ist ein Streifzug durch die Geschichte Sachsens und der Oberlausitz zwischen der Reformation und dem Dreißigjährigen Krieg.

Das Stück beginnt mit dem historisch verbürgten Besuch des Reformators Philipp Melanchthon in Bautzen im Jahr 1559. Von diesem Punkt nimmt es die Zuschauer mit auf eine Reise in die Zeit größter Veränderungen. Denn Luthers Thesenanschlag spaltete nicht nur die Kirche, er läutete zugleich auch das Ende des Mittelalters ein und bedeutet einen Aufbruch in Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft.

Verwoben wird das Geschehen mit der Lebensgeschichte eines bekannten Bautzeners: Gregorius Mättig (1585 – 1650). Der Arzt und Stadtrat war ein kluger Kopf. Während seines Studiums lernte er viele Städte und Sichtweisen kennen. Zurück in Bautzen erwarb er sich rasch große Anerkennung unter anderem bei der Seuchenbekämpfung, aber auch als Pate für zahlreiche Kinder. Außerdem wirkte er ganz im Sinn der Reformatoren als Förderer der Bildung. Was ihm in Bautzen übrigens auch manchen Ärger einbrachte. Denn um die Verhältnisse im Rathaus stand es in dieser Zeit nicht gerade zum Besten.

Die multimediale Inszenierung (Regie: Erik Dolata) erzählt Mättigs Geschichte mit Hilfe von Videoeinspielungen, historischen Texten und zahlreichen Abbildungen. Premiere hatte das Stück im Herbst 2013 ebenfalls in der Maria-Martha-Kirche. Seither war es vor allem in Schulen und Kirchen der Oberlausitz zu sehen, so zum Beispiel in Gaußig, Hoyerswerda und Hochkirch.

Die Produktion ist ein Beitrag des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien zur deutschlandweiten Aktion „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“. Zudem unterstützen die Sparkasse Bautzen und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung das Projekt.

Theaterstück „Gregor kommt zurück nach Hause“, Sonntag, 26. Oktober, 15 Uhr in der Maria-Martha-Kirche Bautzen. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

 

Mättig-Festgottesdienst erstmals in Kamenz

Veröffentlicht am 25. September 2014

St Marien kKamenzErstmals laden die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Kamenz und die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung am  28. September zum Festgottesdienst in die St.-Marien-Kirche der Lessingstadt ein. Gleichzeitig wird an diesem Tag das Mättig-Stipendium verliehen. Die Unterstützung von 1200 Euro geht in diesem Jahr an Martin Christ. Der Doktorand der University of Oxford widmet seine Promotion dem Thema „Reform und Reformation in der Oberlausitz – der Sechsstädtebund 1520 bis 1600“.

Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Uwe Koch, begründet die Vergabe mit der hervorragenden Qualität der Bewerbung sowie mit der Bedeutung des Projekts: „Es handelt sich um ein Forschungsvorhaben von großem öffentlichen und wissenschaftlichen Interesse, da zur Geschichte der Reformation in der Oberlausitz nach wie vor erhebliche Forschungslücken bestehen.“ Das Stipendium soll Recherchen in den Archiven der Oberlausitz, Schlesiens und Tschechiens ermöglichen. Beginnen wird der gebürtige Schwabe mit seiner Forschungsarbeit in Kamenz.

Stipendien in den vergangenen Jahren gingen unter anderem an Absolventen und Doktoranden der Karls-Universität Prag, der TU Dresden und des Sorbischen Instituts in Bautzen. Der Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Hauptkirche St. Marien. Im Anschluss sind alle zum einem Kirchencafé bei Mättigbrot und Kuchen eingeladen. Darüber hinaus können sich Interessierte beim „Talk mit Mättig“ über den Arzt, Ratsherrn und Mäzen informieren. Stiftungsratsvorsitzender Dr. Uwe Koch wird im Gespräch mit der Journalistin Miriam Schönbach über das Leben und Wirken Gregorius Mättigs, im Speziellen aber über seine Zeit in Kamenz, sprechen.

Mit der Stadt verband Gregorius Mättig eine enge Beziehung. Er und seine Frau Martha fanden 1634 nach der fast vollständigen Zerstörung Bautzens durch Wallensteins Truppen bei Christoph Faust (1613–1651), Rektor der Ratsschule, ein neues Zuhause. Drei Jahre später verstarb Martha Mättig. Ihre letzte Ruhestätte erhielt sie in einer Gruft der Stadtkirche St. Marien. In deren Zentrum hängt bis heute ein Messingleuchter, den Gregorius Mättig der Gemeinde aus Dankbarkeit stiftete.

In seinem Testament 1650 schrieb der Mediziner: „Zum Gedächtnüs von mir weil ich mich des Gottesdienstes darinnen in meinem Pathmo gebrauchet, auch meine seelig verstorbene Frau Doctorin darinnen begraben ligt.“ Neben dem Leuchter gibt es zwei weitere Mättig-Orte in Kamenz. Die sandsteinerne Grabplatte für Martha Mättig, geborene Rosenhain, befindet sich heute an der südlichen Außenmauer der Marienkirche. Des Weiteren ließ ihr Mann ein hölzernes Epitaph fertigen. Dieses Kunstwerk aus Holz ist in der ehemaligen Klosterkirche St. Annen zu sehen.

 

Mättig bittet zu Tisch 2014

Veröffentlicht am 10. September 2014

Mättig bittet zu TischEin Erlebnis für die ganze Familie – der Freundeskreis der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung lädt zum Tag des offenen Denkmals (14. September 2014) in die Bautzener Stadtbibliothek ein. Von 11 bis 16 Uhr heißt es „Mättig bittet zu Tisch“. Bei Rundgängen durch die Bibliothek können Besucher alte Bücherschätze entdecken.

Traditionelles Handwerk zeigt die Bautzener Buchbinderei Schneider. Dazu gibt es einen Bücherflohmarkt, ein Programm auf der Bühne sowie Kaffee und Kuchen.

Auf die kleineren Besucher warten Bastelangebote zum Thema Drucken. Außerdem öffnet die Bautzener Bäckerinnung die Kinderbackstube. Auch der Leo Club ist dabei. Er bringt den beliebten Pfefferkuchen „ Mättigs Taler“ mit – und vielleicht sogar Gregorius Mättig höchstpersönlich.

Eine kleine Ausstellung und eine Stadtführung vermitteln Wissenswertes über den großen Bautzener Stifter.

Führungen

  • 11 Uhr Von der Handschrift bis zum E-Book, Führung durch die Bibliothek
  • 13 Uhr Auf Mättigs Spuren durch Bautzen, Stadtführung
  • 15 Uhr Von der Handschrift bis zum E-Book, Führung durch die Bibliothek

Bühnenprogramm

  • 13 Uhr Programm der Mättig-Grundschule Bautzen
  • 14 Uhr Instrumente zum Anfassen und Ausprobieren:
    Die Bläserklassen des PMG stellen sich vor
  • 15 Uhr Programm des Artistenstudios Bautzen –
    im Anschluss können sich kleine Zuschauer selbst als Artisten ausprobieren

Die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ wird vom Freundeskreis der Mättigstiftung organisiert. Die Einnahmen kommen jedes Jahr einer Bautzener Schule zugute: So flossen zum Beispiel Spenden für das neue Außengelände des Melanchthon-Gymnasiums und die Schulbibliothek der Mättig-Grundschule. In diesem Jahr geht die Förderung an die Abendoberschule Bautzen.

Hier finden Sie Impressionen von der Veranstaltung „Mättig bittet zu Tisch 2013“.

 

Theaterprojekt: Schlagt Eure Thesen an!

Veröffentlicht am 24. März 2014

Gregor kommt zurück nach HauseWelche Thesen würde Martin Luther heute an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlagen? Diese Frage stellen das Deutsch-Sorbische Volkstheater und die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung den Schülern der Region und starteten heute anlässlich des Schülerwelttheatertages in Bautzen das Projekt „Schlagt Eure Thesen an“. Unter diesem Motto sollen Kinder und Jugendliche im kommenden Jahr Theaterstücke entwickeln und auf die Bühnen bringen, in denen sie ihre Veränderungs- und Erneuerungswünsche für das 21. Jahrhundert verarbeiten.

Wie gestaltet sich künftig das Miteinander aller in der Oberlausitz? Müssen sich Braunkohlebagger weiter in die Landschaft fressen? Wie können wir wieder im Einklang mit der Natur leben? – Das sind nur einige Fragen, denen die Schüler nachgehen könnten. Ihre selbstentwickelten Stücke sollen die jungen Schauspieler und Autoren zum 16. Schülerwelttheatertag 2015 zeigen.

Hand in Hand mit dem Schülertheaterprojekt geht die Inszenierung Gregor kommt zurück nach Hause. Die mobile Inszenierung ist Bestandteil des Bildungsprojekts „Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, Böhmen und Schlesien“. Dies ist der Beitrag des Kulturraums Oberlausitz- Niederschlesien zur deutschlandweiten Aktion Luther 2017 – 500 Jahre Reformation.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert das Vorhaben mit 25.000 Euro und hat somit das Theaterstück als ein Projekt von überregionaler Bedeutung eingestuft. Weitere Kosten tragen die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Kreissparkasse Bautzen. Fachlich unterstützt wird das Theater von der 2007 wiedergegründeten Mättig-Stiftung und ihrem Freundeskreis, der in Bautzen seit 2011 als eingetragener gemeinnütziger Verein wirkt.

Für die Schulen wird derzeit ein theaterpädagogisches Lehrmaterial zum Thema „Reformation“ erarbeitet. Das Theater arbeitet regelmäßig mit 250 Schulen und Kindereinrichtungen zusammen. Das Theaterstück mit vier professionellen Schauspielern über den Bautzener Ratsherrn und Mediziner Gregorius Mättig wird mindestens bis 2015 in Kirchen, Schulen und anderen ungewöhnlichen Orten der Oberlausitz gezeigt. Bei Wunsch bieten wir Schulen im Anschluss der Aufführung ein Gespräch zum Thema Reformation in der Oberlausitz an.

Projektkoordination: Miriam Schönbach, 03591 – 679428

 

Buchpremiere am 30. März in Bautzen

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Unsterblicher Rum. Das Epitaph des des Gregorius MättigEin neues Buch zur Kunst- und Kulturgeschichte der Oberlausitz wird am Sonntag, dem 30. März,
um 16 Uhr
in einer gemeinsamen Veranstaltung der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung und des Archivverbunds Bautzen vorgestellt. Die Präsentation findet im Veranstaltungsraum des Archivverbundes auf der Schloßstraße 12 in Bautzen statt. Der Eintritt ist frei.

Die Neuerscheinung Unsterblicher Ruhm. Das Epitaph des Gregorius Mättig und die Kunst des 17. Jahrhunderts in der Oberlausitz  bietet auf 216 Seiten erstmals einen Überblick über die Epitaphien und weitere Kunstwerke des 17. Jahrhunderts in den Oberlausitzer Kirchen. Herausgegeben wird sie von der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen. Die reich bebilderte Schrift versteht sich als Plädoyer für den Erhalt und die Erforschung dieser wertvollen Schätze.

Die Publikation mit ihren allgemeinverständlich gefassten Beiträgen richtet sich sowohl an das Fachpublikum als auch an Geschichtsinteressierte. Sie ist zugleich Auftakt der neuen Reihe Monumentum Maettigianum – Schriften zu Kultur und Geschichte der Oberlausitz. Diese soll künftig in loser Folge eher unbekannte Aspekte der Kulturgeschichte der Region aufgreifen und jüngeren Autoren als Plattform zur Vorstellung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten dienen.

Herausgeber des ersten Bandes sind der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Uwe Koch, und der Görlitzer Kunsthistoriker Kai Wenzel. Im Mittelpunkt der Darstellung steht das Epitaph des Gregorius Mättig im Bautzener Dom St. Petri. Die acht Meter hohe kunstvoll geschnitzte Erinnerungstafel gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken der Frühen Neuzeit in der Oberlausitz. Sie wird seit mehreren Jahren mit Hilfe von Spenden aufwändig restauriert. Diese Arbeiten gaben den Anstoß, das Werk umfassend zu beschreiben und in die Kunst des 17. Jahrhunderts einzuordnen. Dabei fällt der Blick auf zahlreiche weitere Gotteshäuser der Region – so zum Beispiel in Kamenz und auf den bedeutenden Epitaphienschatz in Zittau.

Die neue Schriftenreihe erscheint im Gunter Oettel Verlag Görlitz. Sie ist Teil der Aktivitäten der Mättig-Stiftung zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Oberlausitz. So organisiert die Stiftung Vorträge sowie wissenschaftliche Tagungen und unterstützt die Restaurierung von Kunstwerken. Seit 2009 verleiht die Stiftung zudem Stipendien an junge Wissenschaftler.

Die Mättig-Stiftung geht auf Dr. Gregorius Mättig (1585 – 1650) zurück. Der Mediziner, Ratsherr und Mäzen zählte zu den herausragenden Persönlichkeiten der Oberlausitz. Die von ihm begründeten Stiftungen förderten fast 300 Jahre Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz. Mehr als 1.000 jungen Menschen ermöglichten sie ein Studium oder den Schulbesuch.

 

Neue Schriftenreihe zur Geschichte der Oberlausitz

Veröffentlicht am 4. Februar 2014
Mättig-Epitaph

Mättig-Epitaph im Dom St. Petri

Eine neue Schriftenreihe widmet sich ab sofort der Kultur und Geschichte der Oberlausitz. Herausgegeben wird sie von der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen. Der erste Band mit dem Titel „Unsterblicher Ruhm“ wurde heute vorgestellt. Auf rund 200 Seiten bietet er erstmals einen Überblick über die Kunstwerke in den Oberlausitzer Kirchen im 17. Jahrhundert. Die reich bebilderte Schrift versteht sich als Plädoyer für den Erhalt und die Erforschung dieser wertvollen Schätze.

Die Publikation mit ihren allgemeinverständlich gefassten Beiträgen richtet sich sowohl an das Fachpublikum als auch an Geschichtsinteressierte. Sie ist zugleich Auftakt der neuen Reihe Monumentum Maettigianum – Schriften zu Kultur und Geschichte der Oberlausitz. Diese soll künftig in loser Folge eher unbekannte Aspekte der Kulturgeschichte der Region aufgreifen und jüngeren Autoren als Plattform zur Vorstellung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten dienen.

Herausgeber des ersten Bandes sind der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Uwe Koch, und der Görlitzer Kunsthistoriker Kai Wenzel. Im Mittelpunkt der Darstellung steht das Epitaph des Gregorius Mättig im Bautzener Dom St. Petri. Die acht Meter hohe kunstvoll geschnitzte Erinnerungstafel gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken der Frühen Neuzeit in der Oberlausitz. Sie wird seit mehreren Jahren mit Hilfe von Spenden aufwändig restauriert. Diese Arbeiten gaben den Anstoß, das Werk umfassend zu beschreiben und in die Kunst des 17. Jahrhunderts einzuordnen. Dabei fällt der Blick auf zahlreiche weitere Gotteshäuser der Region – so zum Beispiel in Kamenz und Zittau.

Die neue Schriftenreihe erscheint im Gunter Oettel Verlag Görlitz. Sie ist Teil der Aktivitäten der Mättig-Stiftung zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Oberlausitz. So organisiert die Stiftung Vorträge und wissenschaftliche Tagungen und unterstützt die Restaurierung von Kunstwerken. Seit 2009 verleiht die Stiftung zudem Stipendien an junge Wissenschaftler. Die Mättig-Stiftung geht auf Dr. Gregorius Mättig (1585 – 1650) zurück. Als Mediziner, Ratsherr und Mäzen zählt dieser zu den herausragenden Persönlichkeiten der Oberlausitz Die von ihm begründeten Stiftungen förderten fast 300 Jahre Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz. Mehr als 1.000 jungen Menschen ermöglichten sie ein Studium oder den Schulbesuch.

 

1.500 Euro für die Bautzener Mättig-Grundschule

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spende an mättig grundschule bautzen

Spende für die Dr.-Gregrorius-Mättig-Grundschule Bautzen (v.l.): Tim Döke vom Leo Club Bautzen, Schulleiterin Martina Lentz und Dr. Uwe Koch, Mättig-Stiftung (Foto: SZ/Uwe Soeder)

Mehr Spaß in der Schulbibliothek und auf dem Pausenhof: Die Bautzener Mättig-Grundschule erhält eine Spende von 1.500 Euro. Die Summe wurde heute von der Mättig-Stiftung und dem Bautzener Leo Club überreicht. Die Mittel dienen vorwiegend der Ausstattung der Schulbibliothek. So können die Lehrer nun Kinder- und Sachbücher im Wert von 1.000 Euro für ihre Schüler erwerben. Außerdem möchte die Schule Spielgeräte für das Außengelände anschaffen.

Die Spendensumme setzt sich aus Mitteln der Mättig-Stiftung sowie aus den Einnahmen der Veranstaltung Mättig bittet zu Tisch zusammen, die jedes Jahr zum Tag des offenen Denkmals stattfindet. Im Hof der Stadtbibliothek organisiert der Förderverein der Stiftung ein Bühnen- programm, Vorträge und einen kleinen Markt. Die Einnahmen kommen jeweils einer Bautzener Schule zugute. Ebenfalls zur Spendensumme beigetragen hat die Bäckerinnung Bautzen mit dem Verkauf des Mättigbrots. Dieses wird in Bäckereien in Bautzen und Umgebung angeboten. Von jedem verkauften Stück kommen 30 Cent der Stiftung zugute.

250 Euro spendet der Leo Club Bautzen. Die Nachwuchsorganisation des Lions Clubs arbeitet seit mehreren Jahren regelmäßig mit der Mättig-Stiftung zusammen. So verkaufen die Leos zum Beispiel Mättigs Taler, eine Lebkuchen-Spezialität der Kubschützer Bäckerei Richter. Auch diese Einnahmen fließen in die Stiftungsarbeit.

Die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung wurde 2007 neu gegründet. Sie steht in der Tradition der historischen Mättig-Stiftung, die fast 300 Jahre lang Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz förderte. Die Unterstützung der Bautzener Schulen ist deshalb ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. Mehr als 5.000 Euro stellten die Stiftung, ihr Freundeskreis und weitere Partner bereits zur Verfügung. Gelder flossen zum Beispiel für ein Bewerbungstraining an der Abendmittelschule Bautzen und für die Neugestaltung der Außenanlagen am Philipp-Melanchthon-Gymnasium.

 

Premiere: Gregor kommt zurück nach Hause

Veröffentlicht am 11. November 2013

Logo Gregor kommt zurück nach HauseDas Bautzener Theater geht mit einem Stück über das Jahrhundert der Reformation in der Oberlausitz auf Tour.

Am 17. November ist es soweit: Gregor kommt zurück nach Hause. Das Stück über den Bautzener Ratsherrn und Mediziner Gregorius Mättig feiert in der Maria-und-Martha-Kirche in Bautzen Premiere (Beginn: 15.30 Uhr). Die Produktion  ist ein Beitrag des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien zur deutschlandweiten Aktion „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert die Inszenierung mit 25.000 Euro und hat sie als ein Projekt mit überregionaler Bedeutung eingestuft. Zudem unterstützt die Kreissparkasse Bautzen das Projekt mit rund 13.000 Euro. Hinzu kommen Eigenmittel des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen (DSVTh) und Spenden. Gezeigt wird das Stück (Autorin: Dörte Janitz) bis mindestens 2015.

„Gregor kommt zurück nach Hause“ betrachtet ein Jahrhundert Weltgeschichte in 60 Minuten. Das Stück beginnt 1559 mit dem historisch verbürgten Besuch des Reformators Philipp Melanchthon in Bautzen mit  seinem Schwiegersohn, dem Gelehrten Caspar Peucer, um die Ideen Luthers zu verbreiten. Ein Vierteljahrhundert später kommt Gregorius Mättig (1585 – 1650), ein Spross der Familie Peu(c)ker, zur Welt. Als lokale Figur steht sein Leben beispielhaft für diese Epoche. So verfügte der wohlhabende Mediziner nach seinem Tod mildtätige Stiftungen. Sein Nachlass ermöglichte u.a. mehr als 1 000 jungen Menschen ein Studium oder den Schulbesuch. Die multimediale Inszenierung (Regie: Erik Dolata) holt die abstrakte Erinnerung an diese Zeitspanne an ihren konkreten historischen Ort zurück, der seinerzeit als „Laboratorium der konfessionellen Vielfalt“ gilt. Denn bereits seit 1524 teilen sich evangelische und katholische Christen den Bautzener Dom.

Die Produktion mit vier professionellen Schauspielern soll in Schulen und Kirchgemeinden der Region gezeigt werden. Speziell für Kinder und Jugendliche soll es nicht beim Zuschauen bleiben. Unter dem Motto „Schlagt Eure These an“ sollen sie Stücke zum Thema Reformation entwickeln. Der Startschuss wird 2014 zum Schülerwelttheatertag sein, ein Jahr später sollen die Amateure ihre Ideen vorstellen. Darüber hinaus ist die Herausgabe eines Lehrmaterials zur Reformation in der Oberlausitz geplant. Das Thema bietet sich für die Fächer Geschichte, Religion, Kunst, Musik, Ethik und Deutsch an.

Fachlich unterstützt wird das Theater von der 2007 wiedergegründeten Mättig-Stiftung und ihrem Freundeskreis, der seit 2011 als eingetragener gemeinnütziger Verein in der Stadt wirkt.

  • Gregor kommt zurück nach Hause. Premiere am 17. November 2013, 15.30 Uhr in der Maria-Martha-Kirche Bautzen
  • Gregor kommt zurück nach Hause – und auch in Ihre Schule oder Kirchgemeinde – Buchungen Telefon: 03591/ 679428 oder info@gregorkommt.de
 

Mättig-Stipendium 2013 wird verliehen

Veröffentlicht am 19. September 2013

MättigstipendiumSven Brajer erhält am 22. September beim Festgottesdienst im Dom St. Petri das sechste Mättig-Stipendium. Der Absolvent der Technischen Universität Dresden bekommt die einmalige Unterstützung von 1200 Euro für seine Masterarbeit zum Thema „Görlitz wird preußisch?!“. Das Stipendium wird anlässlich des 428. Geburtstags von Gregorius Mättig übergeben. Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr.

Sven Brajer (geb. 1984) lernte nach dem Abitur 2003 in Ebersbach-Neugersdorf den Beruf des Musikalienhändlers. Nach der dreijährigen Lehre wechselte er an die TU Dresden und studiert dort Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft. Für seine Abschlussarbeit beschäftigt er sich nun mit einer der markantesten Zäsuren in der Geschichte der Oberlausitz – der Übertragung großer Teile von Sachsen und der Oberlausitz an Preußen. Dabei analysiert der junge Wissenschaftler nicht nur den Herrschaftswechsel, sondern blickt auf den gesamten Epochenbruch von der Vormoderne zur Moderne. „Damals wurden Weichen auf wirtschaftlichem, sozialen und vor allem verwaltungstechnischem Gebiet gestellt, die bis heute nachwirken“, sagt Brajer. Nach dem Studium möchte der gebürtige Löbauer promovieren.

Die Jury begründet die Stipendienvergabe mit der erstmals in dieser Form erfolgten konzentrierten Auseinandersetzung mit diesem Thema. In der  Begründung heißt es: „Diese Epoche erfährt angesichts des bevorstehenden Jahrestages des Wiener Kongresses und der damit verbundenen Teilung der Oberlausitz 1815 eine besondere Aufmerksamkeit.“ Zum Auswahlgremium gehörten Prof. Dr. Winfried Müller, Dresden, Grit Richter-Laugwitz, Bautzen, Kai Wenzel, Görlitz und Dr. Uwe Koch, Potsdam.

Die Mättig-Stiftung geht auf Dr. Gregorius Mättig (1585 – 1650) zurück. Als Mediziner, Ratsherr und Mäzen zählt dieser zu den herausragenden Persönlichkeiten der Oberlausitz  Die von ihm begründeten Stiftungen förderten fast 300 Jahre Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz. Mehr als 1.000 jungen Menschen ermöglichten sie ein Studium oder den Schulbesuch. Nach einer fast 60-jährigen Unterbrechung riefen Nachfahren des Gründers die Stiftung 2007 wieder ins Leben.