RSS Feed

1.300 Besucher bei „Mättig bittet zu Tisch“

Veröffentlicht am 17. September 2013

Gutes tun mit Genuss – zum Denkmaltag 2013 organisierte der Freundeskreis der Mättigstiftung im Hof der Stadtbibliothek Bautzen die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“. 1.300 Besucher erlebten Vorträge, Stadtführungen und ein Bühnenprogramm mit Musik, Theater und Artistik. Der Erlös kommt der Mättig-Grundschule Bautzen zugute.

 

Mättig bittet zu Tisch 2013

Veröffentlicht am 28. August 2013

Mättig bittet zu TischRegionale Köstlichkeiten genießen, Gutes tun und mehr über Bautzens Stadtgeschichte erfahren – all das ist zum Denkmaltag am 8. September 2013 in  der Bautzener Stadtbibliothek möglich.

„Mättig bittet zu Tisch“ heißt es am 8. September in Bautzen. Parallel zum Denkmaltag lädt der Freundeskreis der Mättig-Stiftung in den Hof der Stadtbibliothek ein. Von 10 bis 17 Uhr erwartet die Besucher ein breit gefächertes Programm mit Musik, Schauspiel und Artistik. Vorträge, Stadtführungen und eine Ausstellung vermitteln Wissenswertes zu Gregorius Mättig (1585 – 1650).

Der Bautzener Arzt und Stadtrat begründete eine der ältesten Stiftungen Sachsens. Mehr als 1.000 jungen Menschen ermöglichte sie das Studium oder den Schulbesuch. Eine wichtige Rolle spielten dabei die „Freitische“. Diese garantierten Kindern aus ärmeren Familien freie Kost und Logis.

Die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ überträgt diesen Gedanken in die heutige Zeit. So bieten die Bäcker- und die Fleischerinnung Bautzen Spezialitäten wie das Mättigbrot und die sächsischen Urknacker an. Der Erlös aus dem Verkauf kommt den Bautzener Schulen zugute. Erstmals können die Besucher in diesem Jahr den Bäckern live über die Schulter schauen. Kinder dürfen auch selbst mit zufassen und ihr eigenes Gebäck mit nach Hause nehmen.

Neben Köstlichkeiten bietet die Veranstaltung viele Möglichkeiten den Wissensdurst zu stillen: Zwei Rundgänge unter dem Motto „Von der Handschrift bis zum E-Book“ führen hinter die Kulissen der Bibliothek. Hagen Schulz vom Museum Bautzen hält einen Vortrag zur Geschichte der Bautzener Bildungs- und Kulturstiftungen vom 16. Jahrhundert bis heute.

Am Mittag startet vor der Bibliothek eine Stadtführung „Auf Mättigs Spuren“. Am Nachmittag erwartet Caspar Peucer die Gäste. Mättigs Onkel wurde 1525 in Bautzen geboren. Er war einer der bedeutendsten Humanisten Deutschlands. Der Rundgang führt zu Stationen seines Lebens.

Das Bühnenprogramm im Hof der Bibliothek wird von Schülern der Mättig-Grundschule, von der Theatergruppe des Melanchthon-Gymnasiums und dem Artistenstudio Bautzen gestaltet. Ab 16 Uhr klingt der Tag zu den Klängen der Bautzener Band „Way of Life“ aus.

Die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ wird vom Freundeskreis der Mättigstiftung organisiert. Die Einnahmen kommen jedes Jahr einer Bautzener Schule zugute: So flossen zum Beispiel Spenden für das neue Außengelände des Melanchthon-Gymnasiums und ein Bewerbungstraining an der Abendmittelschule. In diesem Jahr erhält die Mättig-Grundschule Geld für die Schulbibliothek.

Das Programm

  • 10.30 Uhr Führung durch die Stadtbibliothek „Von der Handschrift bis zum E-Book“
  • 11.00 Uhr Vortrag „Prämien, Stipendien und Sachmittel – Stiftungen für Zwecke der Bildung und Kultur in Bautzen“, Hagen Schulz vom Museum Bautzen
  • 12.00 Uhr Stadtführung „Auf Mättigs Spuren“ mit Miriam Schönbach
  • 13.00 Uhr Chor der Dr.-Gregorius-Mättig-Grundschule Bautzen
  • 13.30 Uhr Vortrag „Johann Paul Freiherr von Falkenstein – Mättig-Stipendiat, Kultusminister und Freund des Königs“ – Schüler des Phillip-Melanchthon-Gymnasiums Bautzen stellen die Ergebnisse ihrer Projektwoche vor
  • 14.00 Uhr Führung durch die Stadtbibliothek „Von der Handschrift bis zum E-Book“
  • 14.00 Uhr Theatergruppe des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums Bautzen
  • 15.00 Uhr Stadtrundgang auf den Spuren des Arztes und Humanisten Caspar Peucer mit dem Stadtführer Wolfgang Mendow
  • 15.00 Uhr Artistenstudio Bautzen
  • 16.00 Uhr Ausklang mit der Band “Way of Life”

Ganztägig
Mättigbrot und sächsische Urknacker am Stand der Bautzener Bäcker und Fleischer, Mättigs Taler am Stand des Leo Club Bautzen, Malen und Basteln zum Thema „Die alte Stadt“, Ausstellung zu Mättig und seinen Stiftungen, Informationen zum Freundeskreis der Stiftung

 

Zwei Jahre Freundeskreis eine kurze Bilanz

Veröffentlicht am 28. Juli 2013

Mättig UnterschriftAm 17. Juni 2013 fand die Mitgliederversammlung des Freundeskreises der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung statt. Diese war Anlass, Bilanz zu ziehen. Was haben wir in den ersten beiden Jahren erreicht?

Gegründet wurde der Freundeskreis im Mai 2011 von elf Mitgliedern. Aktuell liegt die Mitgliedszahl bei 19. Durch Beiträge und Spenden wurden seit der Gründung 8.000,- Euro eingenommen. Das Geld ging zum einen an Bautzener Schulen: Der Freundeskreis unterstützte ein Bewerbungstraining an der Abendmittelschule und die Umgestaltung des Außengeländes am Philipp-Melanchthon-Gymnasium. Zum anderen flossen Mittel in Vorhaben zur Erinnerung an Mättig und seine Stiftungen, so zum Beispiel in die neue Wanderausstellung  Mättigs Orte.

Seit der Gründung organisierte der Freundeskreis drei eigene Veranstaltungen: Die Aktion Mättig bittet zu Tisch im Herbst 2011 und 2012 und das Werkgespräch zur Restaurierung des Mättig-Epitaphs im Frühjahr 2012. Zudem beteiligte er sich am Mättig-Festgottesdienst, am Familiensonntag im Bischof-Benno-Haus und am Tag der Vereine 2013.

 Wahlen

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand neu gewählt.
Die Versammlung bestätigte die bisherigen Mitglieder im Amt:

  • 1.Vorsitzender: Ulli Schönbach, Redaktionsleiter der Sächsischen Zeitung in Bautzen,
  • 2. Vorsitzender: Hagen Schulz, Dipl.-Museologe,
  • Schatzmeister: Reinhard Pappai, Superintendent i.R.,
  • Schriftführerin: Miriam Schönbach, Journalistin Bautzen.

Zu Kassenprüfern, die nicht Mitglieder des Vorstands sind, wurden bestimmt:

  • Reinhard Kruschwitz, Kreissparkasse Bautzen,
  • Karsten Vogt, Schulleiter Philipp-Melanchthon-Gymnasiums.

 

 

2.300 Euro für Pausenhof des PMG

Veröffentlicht am 16. März 2013
Spende Melanchthon

Spendenübergabe am PMG Bautzen (v.l.): Schulleiter Karsten Vogt, Tim Döke vom Leoclub Bautzen, Dr. Uwe Koch von der Mättig-Stiftung und Lutz Neumann, Bäckerinnung Bautzen.

Mit einer Summe von 2.300 Euro unterstützt die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung die Neugestaltung des Außengeländes am Philipp-Melanchthon-Gymnasium Bautzen. Konkret sind die Mittel für den Pausenhof am Haus II vorgesehen.

Die Spendensumme setzt sich aus Mitteln der Stiftung sowie aus den Einnahmen der Veranstaltung Mättig bittet zu Tisch zusammen. Hinzu kommen die Erlöse aus dem Verkauf des Mättig-Brots. Dieses wird in Bäckereien in Bautzen und Umgebung angeboten. Von jedem verkauften Brot kommen 30 Cent der Stiftung zugute. Weitere 300 Euro spendete der Leo Club Bautzen für das Vorhaben.

In dem Schulgebäude an der Tzschirnerstraße lernen die Schüler der 5. bis 8. Klassen. Bislang gibt es auf dem Hof des Schulhauses keine Möglichkeiten der sinnvollen, aktiven Pausengestaltung. Aus diesem Grund erarbeiteten die Schüler bereits im vergangenen Jahr eigene Vorschläge, wie sie sich einen „Aktivhof“ vorstellen.

Die Mädchen und Jungen entwickelten im Mathematikunterricht maßstabsgerechte Pläne. Aus den verschiedenen Varianten wählten die Schüler demokratisch ihren Favoriten. Die Wünsche sind vielfältig:

  • eine Tischtennisplatte,
  • ein Baskettballkorb,
  • ein Schachfeld auf dem Boden,
  • eine Torwand,
  • eine Boulderwand (kleine Kletterwand).

Die Kosten des Projekts betragen 8.000 bis 9.000 Euro. Zur Orientierung: Allein eine Beton-Tischtennisplatte kostet mehr als 1.000 Euro. Die Schüler haben selbst durch ihre Teilnahme am „Lauf mit Herz“ Geld für das Vorhaben erwirtschaftet. Mit der Spende kann ein weiteres Drittel der Kosten gedeckt werden, so dass die Realisierung des Projekts einen großen Schritt näher rückt.

 

Wer war Freiherr von Falkenstein?

Veröffentlicht am 15. März 2013

Johann Paul von FalkensteinWer war Freiherr von Falkenstein? – dieser Frage gehen in den kommenden Monaten 15 Schüler des Bautzener Philipp-Melanchthon-Gymnasiums nach. Anlass ihrer Spurensuche ist ein gemeinsames Bildungsprojekt mit der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung.

Johann Paul Freiherr von Falkenstein (1801-1882) war sächsischer Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker. Ab 1844 wirkte er im sächsischen Kabinett zunächst als Innenminister, später gehörte er diesem für mehr als zwei Jahrzehnte als Kultusminister an.

Aufgrund seiner konservativen Haltung war von Falkenstein umstritten, so musste er unter anderem während der Revolution von 1848/49 die Landesregierung zeitweise verlassen. Große Verdienste kommen ihm hingegen um das sächsische Schulwesen zu. Von Falkenstein reformierte die Lehrerausbildung, stärkte die Volksschulen und etablierte die Realschulen als neue praxisorientierte Schulgattung. Überhaupt setzte er sich für die Qualifikation des Unterrichts und eine bessere Ausstattung der Schulen auf allen Ebenen ein.

Mit Bautzen ist von Falkenstein in zweierlei Hinsicht verbunden:  durch seine Initiative zum Neubau des heutigen Melanchthon-Gymnasiums 1867 sowie über die Mättig-Stiftung, deren Stipendiat er in der Jugend war. Von Falkenstein war auf die Unterstützung angewiesen, da sich die Eltern bereits kurz nach der Geburt trennten. Der Sohn eines adligen Vaters und einer bürgerlichen Mutter wuchs daher bei Verwandten auf.

Das Bildungsprojekt Wer war Freiherr von Falkenstein? ist ein gemeinsames Vorhaben des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums Bautzen und der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung. Fachlich begleitet wird es von zwei jungen Historikern. Im Rahmen des Projekts setzen sich die Schüler mit der Person von Falkensteins auseinander und untersuchen dessen Rolle beim Bau des heutigen Melanchthon-Gymnasiums Bautzen. Dabei vertiefen die Schüler ihre Kenntnisse in der sächsischen Landesgeschichte und erlernen die Arbeit mit historischen Quellen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit fließen in eine Dokumentation und  eine Ausstellung ein.

(Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AJohann_Paul_Falkenstein.jpg).

 

Mättig-Stipendien werden überreicht

Veröffentlicht am 18. September 2012

MättigstipendiumLutz Vogel und Friedrich Pollack erhalten am Sonntag beim Festgottesdienst im Dom St. Petri das Mättig-Stipendium. Damit erhalten zum ersten Mal zwei Universitätsabsolventen die Unterstützung in Höhe von jeweils 1.200 Euro. Das Stipendium wird anlässlich des 427. Geburtstags Gregorius Mättigs übergeben. Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr.

Lutz Vogel (geb. 1980) ist seit einigen Jahren wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden). In diesem Jahr reichte er an der TU Dresden seine Dissertation zum Thema „Aufnehmen oder Abweisen? Kleinräumige Migration und Einbürgerungspraxis in der sächsischen Oberlausitz 1815 bis 1871“ ein. Die Studie stellt quellenfundiert und mit analytischem Tiefgang die obrigkeitliche Regulierung von Migrations- und Niederlassungsprozessen in der Oberlausitz während des 19. Jahrhunderts dar. Lutz Vogel hat Neueren und Neuesten Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie an der Technischen Universität Dresden studiert.

Friedrich Pollack (geb. 1986), Mitarbeiter im Sorbischen Institut Bautzen, arbeitet noch an seiner Dissertation. Der gebürtige Kamenzer erforscht die Rolle der sorbisch-protestantischen Geistlichkeit in der Frühen Neuzeit. Friedrich Pollack wendet sich damit dem Themenkreis der mittlerweile viel zu sehr vernachlässigten sorbischen Vormoderne zu und verfolgt einen wissenschaftsgeschichtlichen Ansatz, indem er die Wahrnehmung und Darstellung der Lausitzer Sorben im gelehrten Schrifttum des 17. und 18. Jahrhunderts in den Blick nimmt. Friedrich Pollack hat Mittlere und Neuere Geschichte, Soziologie und Kommunikationswissenschaft an der Universität Leipzig studiert.

Außerdem unterstützt die Stiftung einmalig die soziale Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Kirchgemeinde St. Petri mit 2000 Euro. Die Stiftung würdigt damit die aktive Arbeit der Gemeinde im Kinder- und Jugendzentrum TiK am Stadtwall.

Das Mättig-Stipendium wird in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. Traditionell stellen Unternehmen, Institutionen oder Persönlichkeiten die finanziellen Mittel zur Verfügung. In diesem Jahr werden die Stipendien auf Grundlage zweckgebundener Spenden des Lions-Clubs Bautzen sowie des Ehepaars Dr. Altmann möglich.

 

„Mättig bittet zu Tisch“ am 09.09.2012

Veröffentlicht am 28. August 2012

Mättig bittet zu TischGutes tun – mit Genuss. Dazu lädt die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen am 9. September 2012 ein. Zeitgleich zum Tag des offenen Denkmals heißt es im Hof der Bibliothek „Mättig bittet zu Tisch“. Von 10 bis 16 Uhr werden in der Schloßstraße 12 in Bautzen regionale Spezialitäten angeboten – vom Mättigbrot der Bautzener Bäcker bis zum Stifterwappen. Der Erlös aus dem Verkauf kommt in diesem Jahr dem Philipp-Melanchthon-Gymnasium zugute.

Zugleich erfahren die Besucher mehr über den Bautzener Arzt und Ratsherren, der eine der ältesten Stiftungen Sachsens begründete. Eine Ausstellung, Vorträge und ein Theaterstück vermitteln Wissenswertes über sein Leben und Wirken. Kinder sind zum Spielen wie zu Mättigs Zeiten eingeladen.

Mit der Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ knüpft die Stiftung an eine jahrhundertealte Tradition an. Bereits zu Lebzeiten erwarb sich Mättig (1585-1650) einen Ruf als Wohltäter. Noch größer war die Wirkung der Stiftungen, die er mit seinem Testament errichtete. Fast 300 Jahre bestanden sie ohne Unterbrechung. Mehr als 1.000 jungen Leuten ermöglichte Mättigs Erbe das Studium oder den Schulbesuch. Eine zentrale Funktion hatten dabei die „Freitische“. Sie garantierten Schülern und Studenten aus ärmeren Familien freie Kost und Logis.

Die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ überträgt diesen Gedanken in die heutige Zeit. Auch der Veranstaltungsort ist mit Bedacht gewählt. Denn Mättig überließ nach seinem Tode seine wertvolle Büchersammlung der Stadt. Damit legte er den Grundstein für die heutige Bibliothek.

Organisiert wird die Aktion vom Freundeskreis der Stiftung, der 2011 in Bautzen gegründet wurde. Die Stiftung selbst wurde 2007 von Mättig-Nachfahren aus aller Welt wieder ins Leben gerufen. Sie pflegt Mättigs Erbe in Bautzen und vergibt jährlich ein Stipendium an junge Wissenschaftler.

Das Programm im Einzelnen:

  • 10.30 Uhr Vortrag „Es ist die Stadt nun ganz verheeret …“ – Mättig und der Dreißigjährige Krieg, Hagen Schulz vom Museum Bautzen, Veranstaltungsraum
  • 11.30 Uhr Vortrag „Was Bücher uns erzählen können“ – eine Buchrestauratorin berichtet, Veranstaltungsraum
  • 12.00 Uhr Stadtführung auf Mättigs Spuren mit Miriam Schönbach
  • 12. 00 Uhr Musik „Von klassisch bis modern“, Bläserklassen des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums
  • 13.00 Uhr Showprogramm des Artistenstudios Bautzen
  • 14.00 Uhr Theaterszenen aus Romeo und Julia, Philipp-Melanchthon-Gymnasium
  • 15.00 Uhr Stadtführung auf Mättigs Spuren mit Miriam Schönbach
  • 15.00 Uhr Ausklang mit Band „Way of Live“

Ganztägig:

  • Mättigbrot, Mättig-Taler und sächsische Urknacker am Stand der Bautzener Bäcker und Fleischer,
  • Historische Kinderspiele,
  • Malen und Basteln zum Thema „Die alte Stadt“,
  • Ausstellung zu Mättig und seinen Stiftungen,
  • Informationen zum Freundeskreis der Stiftung
 

Lichtblick unter dem Schmutz der Jahrhunderte

Veröffentlicht am 5. Juni 2012

„Ein Lichtblick unter dem Schmutz der Jahrhunderte“. – Mit diesen Worten umschreibt die Sächsische Zeitung die Restaurierung des Mättigs-Epitaphs im Bautzener Dom. Die Formulierung ist eine Anspielung auf die dicke graue Schicht, die das Kunstwerk seit Beginn des 19. Jahrhunderts überzieht. Viele Besucher des Doms glauben deshalb gar, das acht Meter hohe Monument an der Südseite der Kirche bestehe aus Stein.

Tatsächlich wurde es vor 350 Jahren aus Holz gefertigt. Doch erst durch die behutsame Restaurierung seit 2010 kommen die fein geschnitzten Figuren wieder zur Geltung. Geschaffen wurde sie in den Jahren 1655 bis 1661 von dem in Bautzen ansässigen Bildhauer David Hübner. Und auch die ursprünglich farbige Fassung wird erst jetzt wieder sichtbar.

Dies aus unmittelbarer Nähe zu sehen, ist beeindruckend. So lautete das Urteil vieler Besucher am 4. Juni 2012. Knapp 50 Gäste waren an diesem Abend einer Einladung des Freundeskreises der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung gefolgt. Unter dem Motto das „Grab des großen Stifters“ sprach im Museum Bautzen zunächst Kai Wenzel vom Kulturhistorischen Museum Görlitz. Er ordnete das Epitaph in die Begräbniskultur der Frühen Neuzeit ein und charakterisierte es als eines der bedeutendsten Ausstattungsstücke dieser Epoche in der Oberlausitz.

Anschließend erläuterte die Restauratorin des Epitaphs, Uta Matauschek, im Dom St. Petri den Fortgang der Arbeiten. Zum Abschluss hatten die Besucher die Möglichkeit, selbst das Gerüst zu besteigen und das Epitaph aus einer einmaligen Perspektive auf sich wirken zu lassen.

Die Veranstaltung ist Teil der Bemühungen zur Restaurierung des Kunstwerks. Die Initiative dazu haben im Herbst 2010 die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen und die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Petri ergriffen. Holzwurmfraß, Trockenrisse und abgebrochenes Schnitzwerk kennzeichneten zu diesem Zeitpunkt den Zustand des Monuments.  Die Gesamtkosten der Wiederherstellung werden auf 95.000 Euro geschätzt. Finanziert werden die Arbeiten je zur Hälfte aus Spenden und über eine Förderung der Hamburger Hermann Reemtsma Stiftung.

Spenden an
Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen. Kreissparkasse Bautzen.
BLZ 85550000. Konto 1000035820
Verwendungszweck: „Spende Mättig-Epitaph“

 

Restauratorin Uta Matauschek, Pfarrer Burkart Pilz (St. Petri),
Dr. Uwe Koch, Stiftungsratsvorsitzender (v.l.)

 

Das Grab des großen Stifters – Vortrag & Führung

Veröffentlicht am 1. Juni 2012

Mättig-EpitaphVortrag und Werkgespräch zur Restaurierung des Mättig-Epitaphs am 4. Juni 2012, 17 bis 19 Uhr Museum Bautzen/ Dom St. Petri

Mediziner, Gelehrter, Ratsherr und Mäzen – Gregorius Mättig (1585 – 1650) zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der Bautzener Stadtgeschichte. Die von ihm begründeten Stiftungen förderten fast 300 Jahre lang Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz. Mehr als tausend jungen Menschen ermöglichten sie das Studium oder den Schulbesuch, darunter vielen Kindern aus sorbischen Familien. Zugleich gab Mättigs Erbe dem kirchlichen und musikalischen Leben wichtige Impulse. Eine seiner Schenkungen legte den Grundstein für die Bautzener Bibliothek.

Die wohl bedeutendste Stätte der Erinnerung an den großen Stifter ist das monumentale Mättig-Epitaph im Bautzener Dom St. Petri. Sowohl von der künstlerischen Ausführung als auch von seiner Größe her zählt es zu den bedeutendsten Epitaphien der frühen Neuzeit in der Oberlausitz.

Seit 2010 setzen sich deshalb die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Petri, die neu gegründet Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung und die Hermann Reemtsma Stiftung Hamburg für die Restaurierung ein. Die Kosten für dieses umfangreiche und ambitionierte Vorhaben werden auf 95.000 Euro geschätzt.

Dank zahlreicher Spender und Unterstützer konnte mittlerweile ein Großteil dieser Summe aufgebracht und mit der Restaurierung begonnen werden. Der Freundeskreis der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen e.V. lädt deshalb zu einer besonderen Veranstaltung ein. Am 4. Juni 2012 besteht erstmals die Chance, einen direkten Einblick in die Arbeit der Restauratorin zu erhalten. Das ist unser Programm an diesem Abend:

Teil 1 (17 bis 18 Uhr): Museum Bautzen, Kornmarkt 1

  • „Die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung“, Dr. Uwe Koch, Vorsitzender des Stiftungsrates
  • „Das Mättig-Epitaph im Dom St. Petri“, Kai Wenzel, Kulturhistorisches Museum Görlitz

Teil 2 (18 bis 19 Uhr): Dom St. Petri, Fleischmarkt

  • „Mättig und St. Petri“, Pfarrer Burkart Pilz, Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Petri Bautzen
  • „Einblicke in die Restaurierung“, Uta Matauschek, Restauratorin

Wir würden uns freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu können.

 

Mättig-Brot gewinnt Goldmedaille

Veröffentlicht am 29. April 2012

MättigbrotGutes tun – mit Genuss. Diese Eigenschaften verbindet das Bautzener Mättig-Brot. Seit 2008 wird es von den Mitgliedern der Bäckerinnung angeboten, der Erlös kommt sozialen Zwecken zugute. Zudem wird die Qualität jetzt auch von offizieller Seite bestätigt. Das Institut für die Qualitätssicherung von Backwaren (IQBack) verlieh dem Sauerteigbrot die Goldmedaille.

Bei den Tests, die deutschlandweit von unabhängigen Fachleuten vorgenommen werden, kommt es unter anderem Form,  Aussehen, Geruch und Geschmack an. Das Mättig-Brot, das mit Roggenschrot, Leinsamen, Kürbiskernen und Walnüssen gebacken wird, konnte in all diesen Bereichen punkten.

Für die Bäckerinnung Bautzen ist die Auszeichnung eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges. „Als Handwerksbäckereien heben wir uns durch individuelle und regionale Produkte vom Markt ab“, sagt Obermeister Lutz Neumann. Zugleich soll die Auszeichnung  das Mättig-Brot bekannter machen. Denn dieses dient nicht nur dem Bäckerhandwerk, sondern auch der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung. Vom Verkaufspreis von 2,30 Euro pro Brot gehen je 30 Cent an die 2007 neu gegründete Institution.

Hauptziel der Stiftung ist die Förderung von Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz. So vergibt sie jährlich ein Stipendium an einen jungen Wissenschaftler. Zudem unterstützt sie Schul-Projekte.

Trotz ihres jungen Alters blickt die Stiftung auf eine lange Geschichte zurück. Ihr Namensgeber Gregorius Mättig (1585 -1650) wirkte als Arzt und Ratsherr in Bautzen. Bereits zu Lebzeiten erwarb er sich einen Ruf als Wohltäter und Mäzen. Noch größer war die Wirkung der Stiftungen, die er mit seinem Testament errichtete. Sie bestanden fast 300 Jahre ohne Unterbrechung und ermöglichten  mehr als 1.000 jungen Leuten das Studium oder den Schulbesuch.

2007 gründeten Nachfahren aus aller Welt die Stiftung ihres Vorfahren neu. Die Bäckerinnung Bautzen gehörte damals zu den ersten Unterstützern dieser Idee. So wurde mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Mättig-Brots bereits ein Bewerbungstraining an der Abendmittelschule Bautzen und der Kauf von Büchern für die Mättig-Grundschule Bautzen finanziert.

Angeboten wird das Mättig-Brot in der Bäckerei Elle, Bäckerei Bäns, Bäckerei Neumann, Bäckerei Wowtscherk (alle Bautzen), Bäckerei Schlappa (Räckelwitz), Bäckerei Thonig (Wilthen), Bäckerei Richter (Kubschütz) und Bäckerei Bläsche (Hochkirch).

Die Rezeptur des Kubschützer Bäckers Stefan Richter lehnt sich an historische Vorbilder an.  „Es ist ein Brot, wie es zu Mättigs Zeiten gebacken wurde. Jede Bäckerei stellt die Zutaten selbst nach dem Rezept zusammen“, beschreibt der Bäcker sein Produkt. Dieses soll nun auch ins deutsche Brotregister des Zentralverbands des Bäckerhandwerks eingetragen werden. Dort werden bis 2012 alle deutschen Sorten aufgenommen, um die einmalige deutsche Brotvielfalt als Weltkulturerbe schützen zu lassen.