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Archive for the ‘Bildung’ Category

Frischer Lesestoff für Schüler und Asylbewerber

Veröffentlicht am 20. Januar 2016
Spendenübergabe Melanchthongymnasium Bautzen

Spendenübergabe 2016: Je 1.000 Euro gingen an das PMG Bautzen und den Verein „Willkommen in Bautzen“.

Die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung unterstützt das Philipp-Melanchthon-Gymnasium Bautzen und den Verein Willkommen in Bautzen. Am 20. Januar 2016 übergab der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Uwe Koch,  zwei Spenden in Höhe von jeweils 1.000 Euro.

Das Melanchthon-Gymnasium wird die Mittel für die Neuanschaffung von Büchern für seine Schulbibliothek verwenden. Der Verein Willkommen in Bautzen
setzt sich für die Integration von Asylbewerbern ein und organisiert zum Beispiel Deutsch-Unterricht für Flüchtlinge. Die Spende von 1.000 Euro dient dem Kauf von Lehrmaterial für diesen Zweck.

Die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung wurde 2007 neu gegründet. Die Unterstützung der Bautzener Schulen ist seither ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. Für diesen stellten die Stiftung und ihre Partner bislang mehr als 8.000 Euro zur Verfügung. Gelder flossen unter anderem für:

  • die Organisation eines Bewerbungstrainings und die Anschaffung von Lehrmaterialien
    an der Abendoberschule Bautzen
  • die Einrichtung einer neuen Schulbibliothek für die Bautzener Mättig-Grundschule
  • die Neugestaltung des Außengeländes am Philipp-Melanchthon-Gymnasium Bautzen .

Zudem setzt die Stiftung 2016 ihr Programm zur Förderung junger Wissenschaftler fort und übergibt im September das Mättig-Stipendium. In den vergangenen Jahren ging die Fördersumme unter anderem an Absolventen und Doktoranten der Technischen Universität Dresden, der Karls-Universität Prag, der University of Oxford und des Sorbischen Instituts in Bautzen.

Die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung steht in der Tradition der historischen Mättig-Stiftung, die fast 300 Jahre lang Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz förderte.  Ihr Namensgeber ist der Bautzener Arzt und Ratsherr Gregorius Mättig (1585 – 1650). Geprägt von den Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges begründete Mättig  mehrere Stiftungen. Diese ermöglichten  mehr als 1.000 jungen Leuten ein Studium oder den Schulbesuch.

Unterstützt wird die Mättig-Stiftung von einem Freundeskreis. Der gemeinnützige Verein sammelt Spenden und organisiert Veranstaltungen. So nehmen die Mitglieder jährlich unter dem Motto „Mättig bittet zu Tisch“ am Tag des offenen Denkmals in Bautzen teil. Zum Spendenaufkommen trägt zudem die Bäckerinnung Bautzen mit dem Verkauf des Mättig-Brotes bei. Von jedem verkauften Stück kommen 30 Cent der Stiftung zugute.

Regelmäßige Förderer sind die Rotary- und Lions-Clubs der Oberlausitz sowie die Lions-Nachwuchsorganisation Leo Club Bautzen. Auch der Bautzener Landtagsabgeordnet Marko Schiemann bat im vergangenen Jahr anlässlich seines 60. Geburtstags um Spenden für die Stiftung.

 

Wer war Freiherr von Falkenstein?

Veröffentlicht am 15. März 2013

Johann Paul von FalkensteinWer war Freiherr von Falkenstein? – dieser Frage gehen in den kommenden Monaten 15 Schüler des Bautzener Philipp-Melanchthon-Gymnasiums nach. Anlass ihrer Spurensuche ist ein gemeinsames Bildungsprojekt mit der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung.

Johann Paul Freiherr von Falkenstein (1801-1882) war sächsischer Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker. Ab 1844 wirkte er im sächsischen Kabinett zunächst als Innenminister, später gehörte er diesem für mehr als zwei Jahrzehnte als Kultusminister an.

Aufgrund seiner konservativen Haltung war von Falkenstein umstritten, so musste er unter anderem während der Revolution von 1848/49 die Landesregierung zeitweise verlassen. Große Verdienste kommen ihm hingegen um das sächsische Schulwesen zu. Von Falkenstein reformierte die Lehrerausbildung, stärkte die Volksschulen und etablierte die Realschulen als neue praxisorientierte Schulgattung. Überhaupt setzte er sich für die Qualifikation des Unterrichts und eine bessere Ausstattung der Schulen auf allen Ebenen ein.

Mit Bautzen ist von Falkenstein in zweierlei Hinsicht verbunden:  durch seine Initiative zum Neubau des heutigen Melanchthon-Gymnasiums 1867 sowie über die Mättig-Stiftung, deren Stipendiat er in der Jugend war. Von Falkenstein war auf die Unterstützung angewiesen, da sich die Eltern bereits kurz nach der Geburt trennten. Der Sohn eines adligen Vaters und einer bürgerlichen Mutter wuchs daher bei Verwandten auf.

Das Bildungsprojekt Wer war Freiherr von Falkenstein? ist ein gemeinsames Vorhaben des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums Bautzen und der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung. Fachlich begleitet wird es von zwei jungen Historikern. Im Rahmen des Projekts setzen sich die Schüler mit der Person von Falkensteins auseinander und untersuchen dessen Rolle beim Bau des heutigen Melanchthon-Gymnasiums Bautzen. Dabei vertiefen die Schüler ihre Kenntnisse in der sächsischen Landesgeschichte und erlernen die Arbeit mit historischen Quellen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit fließen in eine Dokumentation und  eine Ausstellung ein.

(Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AJohann_Paul_Falkenstein.jpg).