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Archive for the ‘Veranstaltungen’ Category

Mättig bittet zu Tisch 2014

Veröffentlicht am 10. September 2014

Mättig bittet zu TischEin Erlebnis für die ganze Familie – der Freundeskreis der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung lädt zum Tag des offenen Denkmals (14. September 2014) in die Bautzener Stadtbibliothek ein. Von 11 bis 16 Uhr heißt es „Mättig bittet zu Tisch“. Bei Rundgängen durch die Bibliothek können Besucher alte Bücherschätze entdecken.

Traditionelles Handwerk zeigt die Bautzener Buchbinderei Schneider. Dazu gibt es einen Bücherflohmarkt, ein Programm auf der Bühne sowie Kaffee und Kuchen.

Auf die kleineren Besucher warten Bastelangebote zum Thema Drucken. Außerdem öffnet die Bautzener Bäckerinnung die Kinderbackstube. Auch der Leo Club ist dabei. Er bringt den beliebten Pfefferkuchen „ Mättigs Taler“ mit – und vielleicht sogar Gregorius Mättig höchstpersönlich.

Eine kleine Ausstellung und eine Stadtführung vermitteln Wissenswertes über den großen Bautzener Stifter.

Führungen

  • 11 Uhr Von der Handschrift bis zum E-Book, Führung durch die Bibliothek
  • 13 Uhr Auf Mättigs Spuren durch Bautzen, Stadtführung
  • 15 Uhr Von der Handschrift bis zum E-Book, Führung durch die Bibliothek

Bühnenprogramm

  • 13 Uhr Programm der Mättig-Grundschule Bautzen
  • 14 Uhr Instrumente zum Anfassen und Ausprobieren:
    Die Bläserklassen des PMG stellen sich vor
  • 15 Uhr Programm des Artistenstudios Bautzen –
    im Anschluss können sich kleine Zuschauer selbst als Artisten ausprobieren

Die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ wird vom Freundeskreis der Mättigstiftung organisiert. Die Einnahmen kommen jedes Jahr einer Bautzener Schule zugute: So flossen zum Beispiel Spenden für das neue Außengelände des Melanchthon-Gymnasiums und die Schulbibliothek der Mättig-Grundschule. In diesem Jahr geht die Förderung an die Abendoberschule Bautzen.

Hier finden Sie Impressionen von der Veranstaltung „Mättig bittet zu Tisch 2013“.

 

Buchpremiere am 30. März in Bautzen

Veröffentlicht am 24. März 2014

Unsterblicher Rum. Das Epitaph des des Gregorius MättigEin neues Buch zur Kunst- und Kulturgeschichte der Oberlausitz wird am Sonntag, dem 30. März,
um 16 Uhr
in einer gemeinsamen Veranstaltung der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung und des Archivverbunds Bautzen vorgestellt. Die Präsentation findet im Veranstaltungsraum des Archivverbundes auf der Schloßstraße 12 in Bautzen statt. Der Eintritt ist frei.

Die Neuerscheinung Unsterblicher Ruhm. Das Epitaph des Gregorius Mättig und die Kunst des 17. Jahrhunderts in der Oberlausitz  bietet auf 216 Seiten erstmals einen Überblick über die Epitaphien und weitere Kunstwerke des 17. Jahrhunderts in den Oberlausitzer Kirchen. Herausgegeben wird sie von der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen. Die reich bebilderte Schrift versteht sich als Plädoyer für den Erhalt und die Erforschung dieser wertvollen Schätze.

Die Publikation mit ihren allgemeinverständlich gefassten Beiträgen richtet sich sowohl an das Fachpublikum als auch an Geschichtsinteressierte. Sie ist zugleich Auftakt der neuen Reihe Monumentum Maettigianum – Schriften zu Kultur und Geschichte der Oberlausitz. Diese soll künftig in loser Folge eher unbekannte Aspekte der Kulturgeschichte der Region aufgreifen und jüngeren Autoren als Plattform zur Vorstellung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten dienen.

Herausgeber des ersten Bandes sind der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Uwe Koch, und der Görlitzer Kunsthistoriker Kai Wenzel. Im Mittelpunkt der Darstellung steht das Epitaph des Gregorius Mättig im Bautzener Dom St. Petri. Die acht Meter hohe kunstvoll geschnitzte Erinnerungstafel gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken der Frühen Neuzeit in der Oberlausitz. Sie wird seit mehreren Jahren mit Hilfe von Spenden aufwändig restauriert. Diese Arbeiten gaben den Anstoß, das Werk umfassend zu beschreiben und in die Kunst des 17. Jahrhunderts einzuordnen. Dabei fällt der Blick auf zahlreiche weitere Gotteshäuser der Region – so zum Beispiel in Kamenz und auf den bedeutenden Epitaphienschatz in Zittau.

Die neue Schriftenreihe erscheint im Gunter Oettel Verlag Görlitz. Sie ist Teil der Aktivitäten der Mättig-Stiftung zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Oberlausitz. So organisiert die Stiftung Vorträge sowie wissenschaftliche Tagungen und unterstützt die Restaurierung von Kunstwerken. Seit 2009 verleiht die Stiftung zudem Stipendien an junge Wissenschaftler.

Die Mättig-Stiftung geht auf Dr. Gregorius Mättig (1585 – 1650) zurück. Der Mediziner, Ratsherr und Mäzen zählte zu den herausragenden Persönlichkeiten der Oberlausitz. Die von ihm begründeten Stiftungen förderten fast 300 Jahre Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz. Mehr als 1.000 jungen Menschen ermöglichten sie ein Studium oder den Schulbesuch.

 

Premiere: Gregor kommt zurück nach Hause

Veröffentlicht am 11. November 2013

Logo Gregor kommt zurück nach HauseDas Bautzener Theater geht mit einem Stück über das Jahrhundert der Reformation in der Oberlausitz auf Tour.

Am 17. November ist es soweit: Gregor kommt zurück nach Hause. Das Stück über den Bautzener Ratsherrn und Mediziner Gregorius Mättig feiert in der Maria-und-Martha-Kirche in Bautzen Premiere (Beginn: 15.30 Uhr). Die Produktion  ist ein Beitrag des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien zur deutschlandweiten Aktion „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert die Inszenierung mit 25.000 Euro und hat sie als ein Projekt mit überregionaler Bedeutung eingestuft. Zudem unterstützt die Kreissparkasse Bautzen das Projekt mit rund 13.000 Euro. Hinzu kommen Eigenmittel des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen (DSVTh) und Spenden. Gezeigt wird das Stück (Autorin: Dörte Janitz) bis mindestens 2015.

„Gregor kommt zurück nach Hause“ betrachtet ein Jahrhundert Weltgeschichte in 60 Minuten. Das Stück beginnt 1559 mit dem historisch verbürgten Besuch des Reformators Philipp Melanchthon in Bautzen mit  seinem Schwiegersohn, dem Gelehrten Caspar Peucer, um die Ideen Luthers zu verbreiten. Ein Vierteljahrhundert später kommt Gregorius Mättig (1585 – 1650), ein Spross der Familie Peu(c)ker, zur Welt. Als lokale Figur steht sein Leben beispielhaft für diese Epoche. So verfügte der wohlhabende Mediziner nach seinem Tod mildtätige Stiftungen. Sein Nachlass ermöglichte u.a. mehr als 1 000 jungen Menschen ein Studium oder den Schulbesuch. Die multimediale Inszenierung (Regie: Erik Dolata) holt die abstrakte Erinnerung an diese Zeitspanne an ihren konkreten historischen Ort zurück, der seinerzeit als „Laboratorium der konfessionellen Vielfalt“ gilt. Denn bereits seit 1524 teilen sich evangelische und katholische Christen den Bautzener Dom.

Die Produktion mit vier professionellen Schauspielern soll in Schulen und Kirchgemeinden der Region gezeigt werden. Speziell für Kinder und Jugendliche soll es nicht beim Zuschauen bleiben. Unter dem Motto „Schlagt Eure These an“ sollen sie Stücke zum Thema Reformation entwickeln. Der Startschuss wird 2014 zum Schülerwelttheatertag sein, ein Jahr später sollen die Amateure ihre Ideen vorstellen. Darüber hinaus ist die Herausgabe eines Lehrmaterials zur Reformation in der Oberlausitz geplant. Das Thema bietet sich für die Fächer Geschichte, Religion, Kunst, Musik, Ethik und Deutsch an.

Fachlich unterstützt wird das Theater von der 2007 wiedergegründeten Mättig-Stiftung und ihrem Freundeskreis, der seit 2011 als eingetragener gemeinnütziger Verein in der Stadt wirkt.

  • Gregor kommt zurück nach Hause. Premiere am 17. November 2013, 15.30 Uhr in der Maria-Martha-Kirche Bautzen
  • Gregor kommt zurück nach Hause – und auch in Ihre Schule oder Kirchgemeinde – Buchungen Telefon: 03591/ 679428 oder info@gregorkommt.de
 

1.300 Besucher bei „Mättig bittet zu Tisch“

Veröffentlicht am 17. September 2013

Gutes tun mit Genuss – zum Denkmaltag 2013 organisierte der Freundeskreis der Mättigstiftung im Hof der Stadtbibliothek Bautzen die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“. 1.300 Besucher erlebten Vorträge, Stadtführungen und ein Bühnenprogramm mit Musik, Theater und Artistik. Der Erlös kommt der Mättig-Grundschule Bautzen zugute.

 

Mättig bittet zu Tisch 2013

Veröffentlicht am 28. August 2013

Mättig bittet zu TischRegionale Köstlichkeiten genießen, Gutes tun und mehr über Bautzens Stadtgeschichte erfahren – all das ist zum Denkmaltag am 8. September 2013 in  der Bautzener Stadtbibliothek möglich.

„Mättig bittet zu Tisch“ heißt es am 8. September in Bautzen. Parallel zum Denkmaltag lädt der Freundeskreis der Mättig-Stiftung in den Hof der Stadtbibliothek ein. Von 10 bis 17 Uhr erwartet die Besucher ein breit gefächertes Programm mit Musik, Schauspiel und Artistik. Vorträge, Stadtführungen und eine Ausstellung vermitteln Wissenswertes zu Gregorius Mättig (1585 – 1650).

Der Bautzener Arzt und Stadtrat begründete eine der ältesten Stiftungen Sachsens. Mehr als 1.000 jungen Menschen ermöglichte sie das Studium oder den Schulbesuch. Eine wichtige Rolle spielten dabei die „Freitische“. Diese garantierten Kindern aus ärmeren Familien freie Kost und Logis.

Die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ überträgt diesen Gedanken in die heutige Zeit. So bieten die Bäcker- und die Fleischerinnung Bautzen Spezialitäten wie das Mättigbrot und die sächsischen Urknacker an. Der Erlös aus dem Verkauf kommt den Bautzener Schulen zugute. Erstmals können die Besucher in diesem Jahr den Bäckern live über die Schulter schauen. Kinder dürfen auch selbst mit zufassen und ihr eigenes Gebäck mit nach Hause nehmen.

Neben Köstlichkeiten bietet die Veranstaltung viele Möglichkeiten den Wissensdurst zu stillen: Zwei Rundgänge unter dem Motto „Von der Handschrift bis zum E-Book“ führen hinter die Kulissen der Bibliothek. Hagen Schulz vom Museum Bautzen hält einen Vortrag zur Geschichte der Bautzener Bildungs- und Kulturstiftungen vom 16. Jahrhundert bis heute.

Am Mittag startet vor der Bibliothek eine Stadtführung „Auf Mättigs Spuren“. Am Nachmittag erwartet Caspar Peucer die Gäste. Mättigs Onkel wurde 1525 in Bautzen geboren. Er war einer der bedeutendsten Humanisten Deutschlands. Der Rundgang führt zu Stationen seines Lebens.

Das Bühnenprogramm im Hof der Bibliothek wird von Schülern der Mättig-Grundschule, von der Theatergruppe des Melanchthon-Gymnasiums und dem Artistenstudio Bautzen gestaltet. Ab 16 Uhr klingt der Tag zu den Klängen der Bautzener Band „Way of Life“ aus.

Die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ wird vom Freundeskreis der Mättigstiftung organisiert. Die Einnahmen kommen jedes Jahr einer Bautzener Schule zugute: So flossen zum Beispiel Spenden für das neue Außengelände des Melanchthon-Gymnasiums und ein Bewerbungstraining an der Abendmittelschule. In diesem Jahr erhält die Mättig-Grundschule Geld für die Schulbibliothek.

Das Programm

  • 10.30 Uhr Führung durch die Stadtbibliothek „Von der Handschrift bis zum E-Book“
  • 11.00 Uhr Vortrag „Prämien, Stipendien und Sachmittel – Stiftungen für Zwecke der Bildung und Kultur in Bautzen“, Hagen Schulz vom Museum Bautzen
  • 12.00 Uhr Stadtführung „Auf Mättigs Spuren“ mit Miriam Schönbach
  • 13.00 Uhr Chor der Dr.-Gregorius-Mättig-Grundschule Bautzen
  • 13.30 Uhr Vortrag „Johann Paul Freiherr von Falkenstein – Mättig-Stipendiat, Kultusminister und Freund des Königs“ – Schüler des Phillip-Melanchthon-Gymnasiums Bautzen stellen die Ergebnisse ihrer Projektwoche vor
  • 14.00 Uhr Führung durch die Stadtbibliothek „Von der Handschrift bis zum E-Book“
  • 14.00 Uhr Theatergruppe des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums Bautzen
  • 15.00 Uhr Stadtrundgang auf den Spuren des Arztes und Humanisten Caspar Peucer mit dem Stadtführer Wolfgang Mendow
  • 15.00 Uhr Artistenstudio Bautzen
  • 16.00 Uhr Ausklang mit der Band “Way of Life”

Ganztägig
Mättigbrot und sächsische Urknacker am Stand der Bautzener Bäcker und Fleischer, Mättigs Taler am Stand des Leo Club Bautzen, Malen und Basteln zum Thema „Die alte Stadt“, Ausstellung zu Mättig und seinen Stiftungen, Informationen zum Freundeskreis der Stiftung

 

Zwei Jahre Freundeskreis eine kurze Bilanz

Veröffentlicht am 28. Juli 2013

Mättig UnterschriftAm 17. Juni 2013 fand die Mitgliederversammlung des Freundeskreises der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung statt. Diese war Anlass, Bilanz zu ziehen. Was haben wir in den ersten beiden Jahren erreicht?

Gegründet wurde der Freundeskreis im Mai 2011 von elf Mitgliedern. Aktuell liegt die Mitgliedszahl bei 19. Durch Beiträge und Spenden wurden seit der Gründung 8.000,- Euro eingenommen. Das Geld ging zum einen an Bautzener Schulen: Der Freundeskreis unterstützte ein Bewerbungstraining an der Abendmittelschule und die Umgestaltung des Außengeländes am Philipp-Melanchthon-Gymnasium. Zum anderen flossen Mittel in Vorhaben zur Erinnerung an Mättig und seine Stiftungen, so zum Beispiel in die neue Wanderausstellung  Mättigs Orte.

Seit der Gründung organisierte der Freundeskreis drei eigene Veranstaltungen: Die Aktion Mättig bittet zu Tisch im Herbst 2011 und 2012 und das Werkgespräch zur Restaurierung des Mättig-Epitaphs im Frühjahr 2012. Zudem beteiligte er sich am Mättig-Festgottesdienst, am Familiensonntag im Bischof-Benno-Haus und am Tag der Vereine 2013.

 Wahlen

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand neu gewählt.
Die Versammlung bestätigte die bisherigen Mitglieder im Amt:

  • 1.Vorsitzender: Ulli Schönbach, Redaktionsleiter der Sächsischen Zeitung in Bautzen,
  • 2. Vorsitzender: Hagen Schulz, Dipl.-Museologe,
  • Schatzmeister: Reinhard Pappai, Superintendent i.R.,
  • Schriftführerin: Miriam Schönbach, Journalistin Bautzen.

Zu Kassenprüfern, die nicht Mitglieder des Vorstands sind, wurden bestimmt:

  • Reinhard Kruschwitz, Kreissparkasse Bautzen,
  • Karsten Vogt, Schulleiter Philipp-Melanchthon-Gymnasiums.

 

 

„Mättig bittet zu Tisch“ am 09.09.2012

Veröffentlicht am 28. August 2012

Mättig bittet zu TischGutes tun – mit Genuss. Dazu lädt die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen am 9. September 2012 ein. Zeitgleich zum Tag des offenen Denkmals heißt es im Hof der Bibliothek „Mättig bittet zu Tisch“. Von 10 bis 16 Uhr werden in der Schloßstraße 12 in Bautzen regionale Spezialitäten angeboten – vom Mättigbrot der Bautzener Bäcker bis zum Stifterwappen. Der Erlös aus dem Verkauf kommt in diesem Jahr dem Philipp-Melanchthon-Gymnasium zugute.

Zugleich erfahren die Besucher mehr über den Bautzener Arzt und Ratsherren, der eine der ältesten Stiftungen Sachsens begründete. Eine Ausstellung, Vorträge und ein Theaterstück vermitteln Wissenswertes über sein Leben und Wirken. Kinder sind zum Spielen wie zu Mättigs Zeiten eingeladen.

Mit der Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ knüpft die Stiftung an eine jahrhundertealte Tradition an. Bereits zu Lebzeiten erwarb sich Mättig (1585-1650) einen Ruf als Wohltäter. Noch größer war die Wirkung der Stiftungen, die er mit seinem Testament errichtete. Fast 300 Jahre bestanden sie ohne Unterbrechung. Mehr als 1.000 jungen Leuten ermöglichte Mättigs Erbe das Studium oder den Schulbesuch. Eine zentrale Funktion hatten dabei die „Freitische“. Sie garantierten Schülern und Studenten aus ärmeren Familien freie Kost und Logis.

Die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ überträgt diesen Gedanken in die heutige Zeit. Auch der Veranstaltungsort ist mit Bedacht gewählt. Denn Mättig überließ nach seinem Tode seine wertvolle Büchersammlung der Stadt. Damit legte er den Grundstein für die heutige Bibliothek.

Organisiert wird die Aktion vom Freundeskreis der Stiftung, der 2011 in Bautzen gegründet wurde. Die Stiftung selbst wurde 2007 von Mättig-Nachfahren aus aller Welt wieder ins Leben gerufen. Sie pflegt Mättigs Erbe in Bautzen und vergibt jährlich ein Stipendium an junge Wissenschaftler.

Das Programm im Einzelnen:

  • 10.30 Uhr Vortrag „Es ist die Stadt nun ganz verheeret …“ – Mättig und der Dreißigjährige Krieg, Hagen Schulz vom Museum Bautzen, Veranstaltungsraum
  • 11.30 Uhr Vortrag „Was Bücher uns erzählen können“ – eine Buchrestauratorin berichtet, Veranstaltungsraum
  • 12.00 Uhr Stadtführung auf Mättigs Spuren mit Miriam Schönbach
  • 12. 00 Uhr Musik „Von klassisch bis modern“, Bläserklassen des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums
  • 13.00 Uhr Showprogramm des Artistenstudios Bautzen
  • 14.00 Uhr Theaterszenen aus Romeo und Julia, Philipp-Melanchthon-Gymnasium
  • 15.00 Uhr Stadtführung auf Mättigs Spuren mit Miriam Schönbach
  • 15.00 Uhr Ausklang mit Band „Way of Live“

Ganztägig:

  • Mättigbrot, Mättig-Taler und sächsische Urknacker am Stand der Bautzener Bäcker und Fleischer,
  • Historische Kinderspiele,
  • Malen und Basteln zum Thema „Die alte Stadt“,
  • Ausstellung zu Mättig und seinen Stiftungen,
  • Informationen zum Freundeskreis der Stiftung
 

Lichtblick unter dem Schmutz der Jahrhunderte

Veröffentlicht am 5. Juni 2012

„Ein Lichtblick unter dem Schmutz der Jahrhunderte“. – Mit diesen Worten umschreibt die Sächsische Zeitung die Restaurierung des Mättigs-Epitaphs im Bautzener Dom. Die Formulierung ist eine Anspielung auf die dicke graue Schicht, die das Kunstwerk seit Beginn des 19. Jahrhunderts überzieht. Viele Besucher des Doms glauben deshalb gar, das acht Meter hohe Monument an der Südseite der Kirche bestehe aus Stein.

Tatsächlich wurde es vor 350 Jahren aus Holz gefertigt. Doch erst durch die behutsame Restaurierung seit 2010 kommen die fein geschnitzten Figuren wieder zur Geltung. Geschaffen wurde sie in den Jahren 1655 bis 1661 von dem in Bautzen ansässigen Bildhauer David Hübner. Und auch die ursprünglich farbige Fassung wird erst jetzt wieder sichtbar.

Dies aus unmittelbarer Nähe zu sehen, ist beeindruckend. So lautete das Urteil vieler Besucher am 4. Juni 2012. Knapp 50 Gäste waren an diesem Abend einer Einladung des Freundeskreises der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung gefolgt. Unter dem Motto das „Grab des großen Stifters“ sprach im Museum Bautzen zunächst Kai Wenzel vom Kulturhistorischen Museum Görlitz. Er ordnete das Epitaph in die Begräbniskultur der Frühen Neuzeit ein und charakterisierte es als eines der bedeutendsten Ausstattungsstücke dieser Epoche in der Oberlausitz.

Anschließend erläuterte die Restauratorin des Epitaphs, Uta Matauschek, im Dom St. Petri den Fortgang der Arbeiten. Zum Abschluss hatten die Besucher die Möglichkeit, selbst das Gerüst zu besteigen und das Epitaph aus einer einmaligen Perspektive auf sich wirken zu lassen.

Die Veranstaltung ist Teil der Bemühungen zur Restaurierung des Kunstwerks. Die Initiative dazu haben im Herbst 2010 die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen und die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Petri ergriffen. Holzwurmfraß, Trockenrisse und abgebrochenes Schnitzwerk kennzeichneten zu diesem Zeitpunkt den Zustand des Monuments.  Die Gesamtkosten der Wiederherstellung werden auf 95.000 Euro geschätzt. Finanziert werden die Arbeiten je zur Hälfte aus Spenden und über eine Förderung der Hamburger Hermann Reemtsma Stiftung.

Spenden an
Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen. Kreissparkasse Bautzen.
BLZ 85550000. Konto 1000035820
Verwendungszweck: „Spende Mättig-Epitaph“

 

Restauratorin Uta Matauschek, Pfarrer Burkart Pilz (St. Petri),
Dr. Uwe Koch, Stiftungsratsvorsitzender (v.l.)

 

Das Grab des großen Stifters – Vortrag & Führung

Veröffentlicht am 1. Juni 2012

Mättig-EpitaphVortrag und Werkgespräch zur Restaurierung des Mättig-Epitaphs am 4. Juni 2012, 17 bis 19 Uhr Museum Bautzen/ Dom St. Petri

Mediziner, Gelehrter, Ratsherr und Mäzen – Gregorius Mättig (1585 – 1650) zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der Bautzener Stadtgeschichte. Die von ihm begründeten Stiftungen förderten fast 300 Jahre lang Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz. Mehr als tausend jungen Menschen ermöglichten sie das Studium oder den Schulbesuch, darunter vielen Kindern aus sorbischen Familien. Zugleich gab Mättigs Erbe dem kirchlichen und musikalischen Leben wichtige Impulse. Eine seiner Schenkungen legte den Grundstein für die Bautzener Bibliothek.

Die wohl bedeutendste Stätte der Erinnerung an den großen Stifter ist das monumentale Mättig-Epitaph im Bautzener Dom St. Petri. Sowohl von der künstlerischen Ausführung als auch von seiner Größe her zählt es zu den bedeutendsten Epitaphien der frühen Neuzeit in der Oberlausitz.

Seit 2010 setzen sich deshalb die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Petri, die neu gegründet Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung und die Hermann Reemtsma Stiftung Hamburg für die Restaurierung ein. Die Kosten für dieses umfangreiche und ambitionierte Vorhaben werden auf 95.000 Euro geschätzt.

Dank zahlreicher Spender und Unterstützer konnte mittlerweile ein Großteil dieser Summe aufgebracht und mit der Restaurierung begonnen werden. Der Freundeskreis der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen e.V. lädt deshalb zu einer besonderen Veranstaltung ein. Am 4. Juni 2012 besteht erstmals die Chance, einen direkten Einblick in die Arbeit der Restauratorin zu erhalten. Das ist unser Programm an diesem Abend:

Teil 1 (17 bis 18 Uhr): Museum Bautzen, Kornmarkt 1

  • „Die Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung“, Dr. Uwe Koch, Vorsitzender des Stiftungsrates
  • „Das Mättig-Epitaph im Dom St. Petri“, Kai Wenzel, Kulturhistorisches Museum Görlitz

Teil 2 (18 bis 19 Uhr): Dom St. Petri, Fleischmarkt

  • „Mättig und St. Petri“, Pfarrer Burkart Pilz, Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Petri Bautzen
  • „Einblicke in die Restaurierung“, Uta Matauschek, Restauratorin

Wir würden uns freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu können.

 

1.300 Besucher bei „Mättig bittet zu Tisch“

Veröffentlicht am 18. September 2011

Gutes tun, mit Genuss. So hieß es in Bautzen am Denkmaltag 2011. Unter dem Motto „Mättig bittet zu Tisch“ konnte der Freundeskreis der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung im Hof der Stadtbilbiothek 1.300 Besucher begrüßen. Angeboten wurden regionale Spezialitäten, zum Beispiel Sächsische Urknacker und das Mättigbrot der Bautzener Bäcker. Zugleich erfuhren die Besucher mehr über den Bautzener Arzt und Ratsherren, der eine der ältesten Stiftungen Sachsens begründet hat. Zwei Vorträge zu Mättigs Wirken und zwei Stadtführungen auf seinen Spuren hatten insgesamt 60 Zuhörer. 100 Gäste sahen das Theaterstück im Innenhof.  Auf unterhaltsame Weise brachte es den Zuschauern Mättigs Leben nahe. Die folgenden Bilder sollen einen Eindruck von diesem Tag vermitteln.

Mit der Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ knüpft die Stiftung an eine jahrhundertealte Tradition an. Bereits zu Lebzeiten erwarb sich Mättig (1585-1650) einen Ruf als Wohltäter. Noch größer war die Wirkung der Stiftungen, die er mit seinem Tod errichtete. Fast 300 Jahre bestanden sie ohne Unterbrechung. Mehr als 1.000 jungen Leuten ermöglichte Mättigs Erbe das Studium oder den Schulbesuch. Eine zentrale Funktion hatten dabei die „Freitische“. Sie garantierten Schülern und Studenten aus ärmeren Familien freie Kost und Logis.

Die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ überträgt diesen Gedanken in die heutige Zeit. Auch der Veranstaltungsort war mit Bedacht gewählt. Denn Mättig überließ nach seinem Tode seine wertvolle Büchersammlung der Stadt. Damit legte er den Grundstein für die heutige Bibliothek.