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Mättig-Stipendium 2013 wird verliehen

MättigstipendiumSven Brajer erhält am 22. September beim Festgottesdienst im Dom St. Petri das sechste Mättig-Stipendium. Der Absolvent der Technischen Universität Dresden bekommt die einmalige Unterstützung von 1200 Euro für seine Masterarbeit zum Thema „Görlitz wird preußisch?!“. Das Stipendium wird anlässlich des 428. Geburtstags von Gregorius Mättig übergeben. Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr.

Sven Brajer (geb. 1984) lernte nach dem Abitur 2003 in Ebersbach-Neugersdorf den Beruf des Musikalienhändlers. Nach der dreijährigen Lehre wechselte er an die TU Dresden und studiert dort Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft. Für seine Abschlussarbeit beschäftigt er sich nun mit einer der markantesten Zäsuren in der Geschichte der Oberlausitz – der Übertragung großer Teile von Sachsen und der Oberlausitz an Preußen. Dabei analysiert der junge Wissenschaftler nicht nur den Herrschaftswechsel, sondern blickt auf den gesamten Epochenbruch von der Vormoderne zur Moderne. „Damals wurden Weichen auf wirtschaftlichem, sozialen und vor allem verwaltungstechnischem Gebiet gestellt, die bis heute nachwirken“, sagt Brajer. Nach dem Studium möchte der gebürtige Löbauer promovieren.

Die Jury begründet die Stipendienvergabe mit der erstmals in dieser Form erfolgten konzentrierten Auseinandersetzung mit diesem Thema. In der  Begründung heißt es: „Diese Epoche erfährt angesichts des bevorstehenden Jahrestages des Wiener Kongresses und der damit verbundenen Teilung der Oberlausitz 1815 eine besondere Aufmerksamkeit.“ Zum Auswahlgremium gehörten Prof. Dr. Winfried Müller, Dresden, Grit Richter-Laugwitz, Bautzen, Kai Wenzel, Görlitz und Dr. Uwe Koch, Potsdam.

Die Mättig-Stiftung geht auf Dr. Gregorius Mättig (1585 – 1650) zurück. Als Mediziner, Ratsherr und Mäzen zählt dieser zu den herausragenden Persönlichkeiten der Oberlausitz  Die von ihm begründeten Stiftungen förderten fast 300 Jahre Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz. Mehr als 1.000 jungen Menschen ermöglichten sie ein Studium oder den Schulbesuch. Nach einer fast 60-jährigen Unterbrechung riefen Nachfahren des Gründers die Stiftung 2007 wieder ins Leben.