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Neue Schriftenreihe zur Geschichte der Oberlausitz

Mättig-Epitaph

Mättig-Epitaph im Dom St. Petri

Eine neue Schriftenreihe widmet sich ab sofort der Kultur und Geschichte der Oberlausitz. Herausgegeben wird sie von der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung Bautzen. Der erste Band mit dem Titel „Unsterblicher Ruhm“ wurde heute vorgestellt. Auf rund 200 Seiten bietet er erstmals einen Überblick über die Kunstwerke in den Oberlausitzer Kirchen im 17. Jahrhundert. Die reich bebilderte Schrift versteht sich als Plädoyer für den Erhalt und die Erforschung dieser wertvollen Schätze.

Die Publikation mit ihren allgemeinverständlich gefassten Beiträgen richtet sich sowohl an das Fachpublikum als auch an Geschichtsinteressierte. Sie ist zugleich Auftakt der neuen Reihe Monumentum Maettigianum – Schriften zu Kultur und Geschichte der Oberlausitz. Diese soll künftig in loser Folge eher unbekannte Aspekte der Kulturgeschichte der Region aufgreifen und jüngeren Autoren als Plattform zur Vorstellung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten dienen.

Herausgeber des ersten Bandes sind der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Uwe Koch, und der Görlitzer Kunsthistoriker Kai Wenzel. Im Mittelpunkt der Darstellung steht das Epitaph des Gregorius Mättig im Bautzener Dom St. Petri. Die acht Meter hohe kunstvoll geschnitzte Erinnerungstafel gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken der Frühen Neuzeit in der Oberlausitz. Sie wird seit mehreren Jahren mit Hilfe von Spenden aufwändig restauriert. Diese Arbeiten gaben den Anstoß, das Werk umfassend zu beschreiben und in die Kunst des 17. Jahrhunderts einzuordnen. Dabei fällt der Blick auf zahlreiche weitere Gotteshäuser der Region – so zum Beispiel in Kamenz und Zittau.

Die neue Schriftenreihe erscheint im Gunter Oettel Verlag Görlitz. Sie ist Teil der Aktivitäten der Mättig-Stiftung zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Oberlausitz. So organisiert die Stiftung Vorträge und wissenschaftliche Tagungen und unterstützt die Restaurierung von Kunstwerken. Seit 2009 verleiht die Stiftung zudem Stipendien an junge Wissenschaftler. Die Mättig-Stiftung geht auf Dr. Gregorius Mättig (1585 – 1650) zurück. Als Mediziner, Ratsherr und Mäzen zählt dieser zu den herausragenden Persönlichkeiten der Oberlausitz Die von ihm begründeten Stiftungen förderten fast 300 Jahre Bildung und Wissenschaft in der Oberlausitz. Mehr als 1.000 jungen Menschen ermöglichten sie ein Studium oder den Schulbesuch.